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Landtagsseminar Mainz – Ablauf, Erfahrungen und Eindrücke

 

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Als ich am Dienstag mit dem Zug am Mainzer Hauptbahnhof ankam, wurde ich auch schon von einer Gruppe Schülern und zwei Teamern erwartet. Zusammen mit zwei Freunden ging ich zu einem der Teamer, welcher nochmal unsere Anwesenheit überprüfte. Anfangs war das Verhältnis selbstverständlich noch etwas distanzierter, allerdings änderte sich das ganz schnell nach einer Vorstellungsrunde in einem der Tagungsräume in der Jugendherberge. In dieser Vorstellungsrunde stellten sich alle Teamer noch einmal vor. Sie nannten sich per Vornamen und boten uns das „du“ an, was ich sehr angenehm fand. Herr Jäger vom Landtag stellte sich ebenfalls vor. Nach der Vorstellungsrunde fuhren wir zur Landeszentrale für politische Bildung, wo wir einen Workshop belegten und anschließend unsere Ergebnisse in Arbeitsgruppen präsentierten. Durch diese Gruppenarbeit lernte man auch ziemlich schnell die Anderen kennen. Abends ging es dann zum Essen in das Haus des Deutschen Weines, was ein ziemlich nobles Restaurant war.


Am nächsten Tag fuhren wir zum Isenburg-Karee, wo wir in die bevorstehende Plenarsitzung eingeführt wurden. Da das Deutschhaus, in dem normalerweise die Plenarsitzungen stattfinden, renoviert wurde, besuchten wir die Steinhalle im Landesmuseum. Die Plenarsitzung war mein persönliches Highlight, da man die wahre Atmosphäre miterleben konnte. Nach der Plenarsitzung gingen wir in das griechische Restaurant Delphi essen. Auch in diesem Fall schmeckte das Essen wieder vorzüglich. Gegen ca. 16 Uhr ging es dann zu dem Abgeordnetenhaus, wo wir die Plenarsitzung nachbereiteten und uns auf das kommende Gespräch mit den Abgeordneten vorbereiteten. Das Abgeordneten Gespräch war sehr hitzig, aber auch furchtbar spannend. Die Fragen arbeiteten wir auch wieder in Arbeitsgruppen aus. Die gesamte Moderation wurde ebenfalls nur von Schülern geführt. Als das Gespräch vorüber war, aßen wir im Abgeordnetenhaus zu Abend. Abends fuhren wir dann in das Theater, wo wir uns das Stück „Ramstein Airbase – Game of Drones“ anschauten. Das Theaterstück regte auch zum Nachdenken und Überlegen an.
Nun war es bereits Donnerstag und das Seminar neigte sich dem Ende zu. Wir fuhren nochmal zum Abgeordnetenhaus und bereiteten uns auf ein Rollenspiel für eine typische Landtagsdebatte vor. Das Rollenspiel hat sehr viel Spaß gemacht, da wir eine ziemlich homogene Gruppe waren und es dadurch nie zu langweiligen Situationen kam. Jeder war voll dabei und engagierte sich auch dementsprechend. Zum Schluss gaben wir nochmal alle unser Fazit ab.


Abschließend kann ich nur sagen, dass das Seminar für mich ein voller Erfolg war, da es so abwechslungsreich und informativ war. Ich würde dieses Seminar jedem empfehlen, der sich nur im Ansatz für Politik interessiert. Jedoch kann ich sagen, dass es nicht die beste Möglichkeit ist, Schule aus dem Weg zu gehen, da man eigentlich deutlich mehr Zeit in das Seminar investiert, als in die Schule. Mittwochs waren wir zum Beispiel 13 Stunden unterwegs. Dennoch ist Politik unglaublich spannend und wichtig, weshalb man bei einem solchen Seminar durchaus einmal mitmachen sollte!

Mateo Turkalj, 10d