Banner

Haus der Geschichte in Bonn

Der gesamte Jahrgang 10 fuhr am 2. Aktionstag, den 28.11.13, nach Bonn in das Haus der Geschichte. Dort angekommen wurden alle Schüler in Gruppen eingeteilt. Aus diesem Grund kann ich nur über das berichten, was ich mit meiner Gruppe gesehen und erfahren habe.

Die Führung meiner Gruppe begann mit dem Jahr 1948. In diesem Jahr wurde die erste Bundestagswahl durchgeführt und zwar in Bonn. Im Haus der Geschichte ist der ehemalige Plenarsaal dargestellt, ausgerichtet sind die Sitzreihen gemäß der originalen Sitzanordnung. Hier wurden in den frühen Jahren des Parlaments kontroverse Debatten geführt und richtungsweisende Entscheidungen über Westintegration oder Wiederbewaffnung gefällt. Ausschnitte dieser Wortgefechte zwischen Konrad Adenauer, Kurt Schumacher, Franz Josef Strauß oder Carlo Schmid konnte man per Abstimmungsverfahren auswählen und sich anhören.

Etwas später ebenfalls im Jahr 1948 wollte die UdSSR mit der Sperre aller Zufahrtswege nach West-Berlin die anstehende Gründung eines deutschen Weststaates verhindern. Ab Juni 1948 waren 2,1 Millionen Berliner des Westsektors von jeglicher Versorgung abgeschnitten. Schon wenige Tage später veranlassten die Amerikaner die größte zivile Luftbrücke in der Geschichte der Luftfahrt.

Von hier aus sprangen wir dann in das Jahr 1953. Mit der Forderung "Wir wollen freie Menschen sein!" protestierten am 17. Juni Hunderttausende in der DDR. Richard Perlia gelang es damals mit seiner Geheimkamera den Volksaufstand in Ost-Berlin zu fotografieren. Da die Deutschen es nicht in den Griff bekamen, beendete die Sowjetunion am 17. Juni 1953 endlich die Krawalle. Sie rückten mit einem T34 Panzer vor, der vorne ein eingebautes Maschinengewehr hatte.

Es gab allerdings nicht nur Orte mit Krawall und Unruhe, denn in den 50er und 60er Jahren ist die Eisdiele der Treffpunkt schlechthin. Vor allem Jugendliche finden hier einen Platz, um ihrer Sehnsucht nach einem offenen und lockeren Leben Ausdruck zu verleihen. Eisgenuss und die Hits der Musikbox boten eine willkommene Abwechslung im Alltag.

Im August 1961 wurde dann die berühmte Berliner Mauer gebaut. Zuvor versuchten noch die Menschen nach Westberlin zu fliehen.

In den 60er und 70er Jahren war die “ Babyboom Generation“. Die Antibabypille durften nur Frauen verschrieben werden, die verheiratet waren und eine Einverständniserklärung ihres Ehemanns hatten. In den Jahren kamen die Rolling Stones und die Gruppe Deep Purple groß heraus und überall, wo man hinschaute, sah man “Hippies“.

In den 80er Jahren kamen die Sportgeräte in Mode und der erste PC, sein Name war C64 (64 wegen des Speichers von 64 Kilobyte), auf den Markt.

Im Jahre 1989 wurde nochmals demonstriert in Berlin, Leipzig und in vielen anderen Gebieten der DDR. Die Alexanderplatz-Demonstration war die größte nicht staatlich gelenkte Demonstration in der Geschichte der DDR. Die Demonstration fand am 4. November 1989 in Ost-Berlin statt und war die erste offiziell genehmigte Demonstration in der DDR. Die Demonstrationen zeigten Wirkung, da am 9. November 1989 die Mauer fiel und die Wiedervereinigung stattfand. Im Jahre 2001 wurde dann der Euro in Deutschland eingeführt.

Wie man ja lesen konnte, war dieser Tag sehr informativ und lehrreich und hat allen sehr viel Spaß gemacht. Zur Belohnung unserer Geduld durften wir dann noch in die Stadt Bonn.

 

Panzer der UdSSR

 

Fragmente der Mauer

 

Eisdiele der Jugendlichen

 

Promotion Poster der Band Deep Purple

 

Geschrieben von Anika Baumann und Bilder von Angelique Andrae, Klasse 10b

12.01.2014