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Politiker zu Besuch an der IGS Stromberg

 

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Jedes Jahr zum 9. November besuchen Landtagsabgeordnete im Rahmen des Schulbesuchstages des Landtages die IGS Stromberg. Der Landtag möchte mit der Wahl dieses Termins gezielt an die glücklichen als auch tragischen Momente deutscher Geschichte im 20. Jahrhundert erinnern, die dieses Schicksalsdatum in sich vereint. Mit diesem Datum sind die Ausrufung der ersten deutschen Republik 1918 und der Fall der Berliner Mauer 1989 als Meilensteine unserer Demokratieentwicklung verbunden. Dagegen symbolisieren der Hitlerputsch 1923 und Reichsprogromnacht 1938 den Schrecken der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft.

 

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Aus diesem Grund fanden an der IGS Stromberg an diesem Tag Gespräche von Schülern unterschiedlicher Jahrgänge mit Politikern aus Rheinland-Pfalz statt.
Die Jahrgangsstufe 10 diskutierte mit Abgeordneten des Landkreises Bad Kreuznach über politische Themen. Die Schülerinnen und Schüler nutzten die Gelegenheit, um ihre Fragen an Anke Denker (SPD), Bettina Dickes (CDU), Rainer Dhonau (Linke), Thomas Bursian (FDP) und an Franz Josef Diel (CDU) zu richten. Neben regionalen Themen, wie u.a. dem öffentlichen Personennahverkehr oder der Situation am Flughafen Hahn standen die Politiker den Jugendlichen Rede und Antwort auch zu Fragen der aktuellen Entwicklungen in der Flüchtlingspolitik oder Einschätzungen zur Bundestagswahl 2017. Besonderen Wert legten alle politischen Vertreter darauf, dass die Jugendlichen aktiv für ihre Interessen eintreten und somit die politische Zukunft mitgestalten helfen.

 

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Die Landtagsabgeordneten Julia Klöckner (CDU) und Dr. Denis Alt (SPD) folgten der Einladung der Schülerinnen und Schüler der Sozialkunde Leistungskurse, um mit den Jugendlichen ins Gespräch zu kommen, aber auch um über die aktuelle Flüchtlingskrise und den Zustand unserer Demokratie zu diskutieren. Antonia Rosskopp und Simon Bauer moderierten das Gespräch in Anlehnung an den amerikanischen Wahlkampf. Sie stellten den Abgeordneten vorbereitete Fragen, zu denen diese ein zweiminütiges Statement abgeben konnten. Danach wurden die übrigen Schülerinnen und Schüler in die Diskussion eingebunden und konnten eigene Fragen einbringen. Simon Bauer fragte zum Beispiel, ob wir überhaupt noch in einer Demokratie leben, oder uns bereits in einer „Postdemokratie“ (Colin Crouch) befinden. Herr Dr. Denis Alt wies bei seinem Statement daraufhin, dass sich Demokratien ständig wandeln. Die Demokratie des antiken Griechenlands hat nur noch wenig mit unserer heutigen Staatsverfassung zu tun. Auch unsere heutige Demokratie wird sich verändern müssen und unterschiedliche Beteiligungsformen der Bürger jenseits des parteipolitischen Engagements integrieren müssen. Für Frau Julia Klöckner bedeutet Demokratie im Wesentlichen Machtkontrolle und die Möglichkeit der Durchsetzung politischer Alternativen. Demokratie ist ihrer Meinung nach nicht unbedingt die effektivste Staatsform, aber die Regierungsform, die Freiheit durch Machtbeschränkung ermöglicht.

 

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Kann man aus der Geschichte lernen? Der Besuch der Abgeordneten war eine Werbung für mehr Beteiligung am politischen Leben und durch mehr Engagement die Zukunft zu gestalten. Er nahm Berührungsängste der Schülerinnen und Schüler vor politischen Amtsträgern. Insgesamt war das Politische Gespräch 2016 für alle Beteiligten spannend und informativ, da hier die Möglichkeit geboten wurde, mit angesehenen Politikern vor Ort zu diskutieren.